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Sagrantino Ernte 2014 in Umbrien verspricht wieder eine hohe Qualität

Categoria: Geschehen

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Sagrantino Ernte 2014 in Umbrien verspricht wieder eine hohe Qualität
Erntemenge im Vergleich zu Vorjahr deutlich erhöht trotz ungünstiger Wetterbedingungen
Montefalco, im Dezember 2014. Sagrantino ist die Weinrebe Umbriens. Aus ihr wird der Montefalco Sagrantino DOCG gewonnen, ein Wein, tiefrot im Glas, kräftig und vollmundig.
Das Consorzio Tutela Vini di Montefalco, der Verband, der die Hersteller im gleichnamigen Weinanbaugebiet in Umbrien repräsentiert, hat jetzt Zahlen zur Ernte des Montefalco Sagrantino DOCG wie auch zum Montefalco Rosso DOC, eine Cuvée auf der Basis von Sangiovese, veröffentlicht.
Demnach zeigen sich die Produzenten mehr als zufrieden mit dem Ernteergebnis, unter anderem geprägt von mildem Klima während der Wachstumsphase, gefolgt von einem regnerischen und kühlen Sommer.
„Das hat uns anbautechnisch vor einige Herausforderungen gestellt,“ erläutert Amilcare Pambueffetti, Präsident des Consorzio. „Die 74 Weingüter, die DOCG Montefalco Sagrantino produzieren, konnten dennoch während der Ernte von August bis Oktober eine hohe Qualität einfahren. Unsere Weine des Jahrgangs 2014 werden ausgewogen sein, mit feiner Säure, niedrigem Alkoholgehalt und niedrigen Zuckerwerten, aber vielfältigsten Aromen.“
„Darüber hinaus“, so Pambueffetti weiter, verzeichneten die Hersteller von Sagrantino und Montefalco Rosso einen Erntezuwachs von 20 %. Das stellt für uns die Weichen auf ein erfolgreiches Exportjahr.“
Die Gesamtproduktion beläuft sich nach Angaben des Consorzio auf 19.000 hl für den Montefalco Rosso DOC (15.800 hl / 2013) und 7.500 hl für Sagrantino DOCG (6.000 hl / 2013). Hautexportländer sind USA, gefolgt von Kanada und China. In Europa sind die wichtigsten Märkte Deutschland, Belgien und Dänemark.
Montefalco Sagrantino DOCG
Der Montefalco Sagrantino DOCG wird ausschließlich aus autochthonen Sagrantino-Reben gekeltert. Für den Montefalco Sagrantino ist eine Mindestreife von 37 Monaten vorgeschrieben, mindestens 12 davon lagert der Wein im Holzfass.
Die Sagrantino-Traube ist reich an Polyphenolen und Tanninen, die dem Wein Struktur und Langlebigkeit verleihen. Er zeichnet sich aus durch seine rubin- bis granatrote Farbe und sein Brombeer-Bouquet.
Montefalco Sagrantino Passito
Der Süßwein Sagrantino Passito wird nach strenger Traubenselektion in einem über Monate andauernden Prozess gewonnen. Dabei werden die Trauben zunächst auf Holzgittern getrocknet. Nach anschließender Pressung setzt die Fermentierung ein. So entstehen wunderbar süße, trockene Weine mit hohen Tanninen.
Rosso di Montefalco DOC
Diese Rotweine werden aus der in Zentralitalien weitverbreiteten Sangiovese-Traube gewonnen. Ihm beigegeben werden 10 bis 15 Prozent Sagrantino, die Traube, die dem Wein seine besondere Struktur verleiht. Für den Rosso di Montefalco ist eine Mindestreifezeit von zweieinhalb Jahren vorgeschrieben.
Das Consorzio Tutela Vini Montefalco
Im Jahre 1981 fanden sich die Winzer der Region zusammen und gründeten das Consorzio Tutela Vini Montefalco. Der Verband hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Hersteller in der Erzeugung hochwertiger Qualitätsweine zu unterstützen. Damit werden die hohen Produktionsstandards des Montefalco Sagrantino und des Montefalco Rosso garantiert. Darüber entwickelt und realisiert das Consorzio weltweite Marketing – und Promotion-Maßnahmen. Zu den Hauptaufgaben des Verbandes gehören unter anderem: Schutz und Pflege des Weinanbaus in der Produktionszone von Montefalco DOC, Marketing- und Promotion-Maßnahmen weltweit, Schutz der Marke vor Namenmissbrauch.
Montefalco
Die Stadt wird aufgrund ihrer exponierten Lage oben auf einem Hügel als der „Balkon Umbriens” bezeichnet. Zur Zeit der Römer war der Hügel mit den Villen der Patrizier übersät, an die heute noch die Ortsnamen erinnern: Assegnano, Camiano, Col Verano, Rignano, Satriano, Vecciano usw. Im Mittelalter hieß der Ort Coccorone. Der Name sollte von dem angeblichen Gründer, dem römischen Senator Marco Curione, stammen. Moderne Historiker glauben, dass der Name vom Griechischen „oros“ (Berg) stammt.
Montefalco ist nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch geografisch das Herz der Valle Umbra. Sieht man nach oben, so erkennt man von jedem Punkt des Tales aus den Berghügel von Montefalco. Von dort hat man dann wiederum einen herrlichen Blick auf die Monti Martani, den Subasio und den Apennin sowie die Städte Spoleto, Trevi, Foligno und Assisi. In Montefalco selbst führen alle Straßen innerhalb der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Stadtmauer zur zentralen Piazza.
Nur in ganz wenigen Städten Italiens wurde wie in Montefalco der Weinbau auch innerhalb der Mauern betrieben. Ein Besuch der Stadt lässt somit auch einen Einblick in die Geschichte des Weinbaus und der Landwirtschaft dieser Region gewinnen.
Dass Weinbau innerhalb der Stadt betrieben wurde, geht erstmals aus einer Urkunde des Jahres 1088 hervor. Im Mittelalter war Montefalco eine bedeutende Ansiedlung. 1185 hielt sich Kaiser Friedrich Barbarossa hier auf und im Jahre 1240 sein Enkel Friedrich II. Er war ein großer Liebhaber der Falkenjagd, und der Name Montefalco stammt aus dieser Zeit.